Großer Erfolg in Runde 6

von am 16. November 2019 in ECC 2019, Nachrichten

Großer Erfolg in Runde 6
Emil schlug zu. Die Schachfreunde gingen früh mit 1:0 in Führung, und Emil konnte sich bei Kamillentee und Diät ganz schnell wieder ins Bett legen.

... und das trotz widriger Umstände. Die gegne­rische Mannschaft (Gent) insgesamt schien „machbar“, aber mit starken Spielern an den vorderen Brettern. Zudem sind die Schach­freunde inzwi­schen gut einge­spielt und durch das viele Analy­sieren und Taktik-Aufgaben-Lösen ziemlich fit. Aller­dings hatte es Emil akut mit einem Infekt erwischt, man konnte nicht erwarten, dass er voller Kampf­kraft sein würde. Wie man sich da täuschen kann!

Wieder standen alle Bretter, diesmal wirklich alle, nach der Eröffnung gut oder besser, zum Teil schon fast auf Gewinn (Henrik, Christoph).

An Brett 1 ging es schnell zur Sache:

Emil lässt sich auf ein hängendes Zentrum ein, das anfällig wirkt, weil sein Gegner es anscheinend leicht mit Figuren angreifen kann. Es folgte 13. dxe5 fxe5, 14. Sc4 Ld7, 15. Scxe5 Sxe5, 16. Sxe5 Dg5+, 17. f4. (Hier hatte bestimmt manch ein Kiebitz zu früh aufgehört zu rechnen: Das Schach­gebot ist abgewehrt, der gegne­rische Se5 ist gedeckt, ein wichtiger Zentrums­bauer ist weg und der Ld7 hängt auch. Variante verworfen, schade.) Doch es setzte einen Pauken­schlag: 17. ... Txf4! Emil hatte sauber gerechnet, alles funktio­nierte! Es folgten noch einige schöne Kraftzüge – Hut ab, eine mutige Schwarz-Partie gegen einen um 240 ELO-Punkte schwe­reren Gegner!

Der Rest ist schnell erzählt:  Es wurden alle guten und Gewinn­stel­lungen in reiche Beute verwandelt (das Remis bei Jan ist völlig OK und Henrik hat in das Remis einge­willigt, nachdem er zuvor in Zeitnot mehrere Gewinn­mög­lich­keiten ausge­lassen hatte).

  Rainer wandelt eröff­nungs­theo­re­tisch auf spannenden Pfaden und fühlt sich damit ziemlich wohl (hier ein Bild aus einer früheren Runde, dahinter zu sehen: Shakhriyar Mamedyarov.)

Richtig arbeiten für seinen Sieg musste nur Johannes, der 94 Züge aufs Brett brachte und der mal wieder zeigte, dass guter Überblick in kompli­zierten Stellungen und eine – auch kiebitz­freund­liche! – gute Bedenk­zeit­ein­teilung zu seinen Stärken gehören.

Alle Partien können hier nachge­spielt werden.

Dieses tolle Endergebnis wird auch in der Schluss­runde starke Gegner sowie den Aufenthalt in Saal 1 bescheren. Es wird schwer, aber die Mannschaft scheint ja mächtig in Form zu sein.

 

 

 

 

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