Es weht ein kalter Wind...

von am 18.03.2017 in Berichte zur 1. Bundesliga, Schachbundesliga

Es weht ein kalter Wind...
Marco Baldauf - hier bei einem früheren Wettkampf – sicherte sich seine erste GM-Norm! Am Samstag feierte er den 4. Sieg hintereinander in dieser BL-Saison.

... an diesem Wochenende, und zwar draußen und drinnen.

Samstag

Die 1. Mannschaft der Schach­freunde sieht sich einer bären­starken Aufstellung aus Aachen gegenüber. Diese geht auch gleich in Führung. An Brett 5 misslingt eine Attacke aus guter Stellung heraus, das Ende kam brutal schnell. Handshake an Brett 4 nach einer recht unauf­ge­regten Partie. An Brett 8 passiert Ungutes: Hat Lars da gerade einen Bauern einge­stellt? Jetzt muss er Nerven bewahren und all sein Endspiel­können gegen den starken Junior auspacken. Remis an Brett 1 und es steht 1:2. Marco und Mikael überspielen ihre Gegner und werden sehr wahrscheinlich gewinnen, damit scheint der Kampf offen zu sein.

Die Partie von Krzysztof endet Remis durch Dauer­schach. Lars wird leider im Zentrum von einer Bauern­masse überrollt. Nun hängt von Kacpers Partie das Mannschafts­er­gebnis ab. Er hat eine druck­volle Stellung, T + T + Läuferpaar gegen T + T + Sprin­gerpaar bei jeweils 6 Bauern. Da könnte was gehen...

Fünfeinhalb Stunden sind gespielt. Marco arbeitet noch an seinem Sieg, Kacper steht immer besser. Aller­dings hat Mikael seine schöne Stellung verspielt und muss nun um das Remis kämpfen. Jetzt steht es 1,5 zu 3,5 gegen die Schach­freunde, es wird eng.

Kacper gewinnt, Marco auch! Leider verliert Mikael, und damit geht der Kampf knapp verloren.

Schachfreunde Berlin 3,5  : 4,5  DJK Aufwärts Aachen

Melkumyan, Hrant       ½  :  ½   Granda Zuniga, Julio
Piorun, Kacper         1  :  0   Iturrizaga Bonelli, Eduardo
Jakubowski, Krzysztof  ½  :  ½   Van Foreest, Jorden
Schreiner, Peter       ½  :  ½   Donchenko, Alexander
Lauber, Arnd           0  :  1   Hoffmann, Michael
Baldauf, Marco         1  :  0   Zaragatski, Ilja
Agopov, Mikael         0  :  1   Braun, Christian
Thiede, Lars           0  :  1   Van Foreest, Lucas

Sonntag

Leider müssen die Schach­freunde das Wochenende mannschafts­punktlos hinter sich lassen. Gegen die SG Trier lief nicht viel zusammen. Zwar konnte Mikael heute seine angestaute Wut in die richtigen Bahnen lenken, sein Sieg mit Weiß gegen die Skandi­na­vische Vertei­digung blieb jedoch der einzige volle Pluspunkt. Dazu vier Remispartien, in denen jeweils nichts Spekta­ku­läres passierte, und drei wirklich qualvolle Nieder­lagen, die sich lange abzeich­neten. Lars bewies Mut an seinem Geburtstag, als er im 18. Zug einen Springer für zwei Bauern und starkes Figuren­spiel opferte. Auch nach dem Damen­tausch boten sich ihm noch Remis­chancen. Diese wurden im Partie­verlauf spärlicher, bis Lars zum letzten Mittel greifen musste, nämlich seinen Läufer gegen den letzten gegne­ri­schen Bauern zu geben. Was folgte war eine saubere Mattsetzung mit Springer und Läufer in 33 Zügen (sie können es eben doch).

Schachfreunde Berlin   3  :  5   SG Trier

Melkumyan, Hrant       0  :  1   Erdos, Viktor
Piorun, Kacper         ½  :  ½   Lupulescu, Constantin
Jakubowski, Krzysztof  ½  :  ½   Parligras, Mircea-Emilian
Schreiner, Peter       0  :  1   Bobras, Piotr
Lauber, Arnd           ½  :  ½   Cyborowski, Lukasz
Baldauf, Marco         ½  :  ½   Gonda, Laszlo
Agopov, Mikael         1  :  0   Galyas, Miklos
Thiede, Lars           0  :  1   Cioara, Andrei-Nestor

Bleibt nur, dieses doppelte Unwetter abzuhaken und sich schon mal auf die Zentrale Endrunde in Berlin zu freuen.

Alle Partien können nachge­spielt werden unter http://schachbundesliga.de/liveportal

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