Schatten und Licht

von am 14.03.2015 in Berichte zur 1. Bundesliga, Nachrichten, Schachbundesliga, SFB1-Saison 2014/15

Schatten und Licht
Kacper Piorun (links, hier ein Bild aus einer früheren Runde) gewann gleich zwei Mal an diesem Wochenende

Zuerst das Licht: Am heutigen Sonntag kam es ab 10 Uhr zu einem wichtigen Kampf gegen das Team von Bayern München, das bereits als Absteiger feststeht. Die Schach­freunde waren heute - wie viel zu selten in dieser Saison - die klaren Sieger. Um noch zumindest theore­tische Chancen auf den Klassen­erhalt zu bewahren, war dieser Doppel­punkt gegen Bayern München quasi Pflicht. Hier die Ergeb­nisse:

Schachfreunde Berlin     6½  :  1½    Bayern München

Vocaturo, Daniele         1  :  0     Bischoff,Klaus 
Mista, Aleksander         ½  :  ½     Schenk,Andreas 
Krämer, Martin            1  :  0     Fedorovsky,Michael  
Piorun, Kacper            1  :  0     Jorczik,Julian 
Schneider, Ilja           1  :  0     Richter,Wolfgang 
Maksimenko, Andrei        1  :  0     Meister,Peter 
Moreno Tejera, Emilio     0  :  1     Stangl,Markus 
Thiede, Lars              1  :  0     Renner,Christoph

Am Samstag dagegen war echt der Wurm drin. Gegen den nominell stärkeren Tabel­len­dritten konnten sich die Schach­freunde erstaunlich gut verkaufen, die 2:6 Niederlage ist viel zu hoch ausge­fallen.

Ilja legte ein Remis vor, es folgte ein weiteres Remis von Lars und ein toller voller Punkt von Kacper. Die Schach­freunde gingen in Führung und der Kampf sah offen und spannend aus. Doch dann kippten die klar bessere Position von Andrei und gar die Gewinn­stellung von Daniele gegen Dmitry Jakovenko! Die verblie­benen drei Partien gaben jedoch zu diesem Zeitpunkt kaum noch Anlass zur Hoffnung.

Aleksander kämpfte mit Weiß schon aus der Eröffnung heraus um Ausgleich und geriet schließlich in den Sog des starken gegne­ri­schen Angriffs­spiels am Damen­flügel. Emilio konnte in aufkom­mender Zeitnot zunächst ausgleichen und eine Qualität gewinnen, sein Gegner erhielt aber dafür entschei­denden Angriff. Kurz nach der Zeitkon­trolle musste auch Emilio aufgeben. Martin spielte als letzter ein schlech­teres Endspiel mit einem Minus­bauern und konnte lange Wider­stand leisten, musste sich jedoch schließlich seinem Gegner Viktor Laznicka geschlagen geben.

Schachfreunde Berlin      2  :  6     SK Schwäbisch Hall

Vocaturo, Daniele         0  :  1     Jakovenko, Dmitry
Mista, Aleksander         0  :  1     Li, Chao b
Krämer, Martin            0  :  1     Laznicka,Viktor 
Piorun, Kacper            1  :  0     Inarkiev,Ernesto
Schneider, Ilja           ½  :  ½     Gharamian,Tigran 
Maksimenko, Andrei        0  :  1     Zeller,Frank 
Moreno Tejera, Emilio     0  :  1     Womacka,Mathias 
Thiede, Lars              ½  :  ½     Raykhman,Alexander

In den letzten beiden Runden wird dann noch in Bremen gegen Werder und den SK Turm Emsdetten gespielt. Bleibt zu hoffen, dass eine oder beide Mannschaften zum Saisonende nicht mehr voll aufstellen. Realis­tisch betrachtet kann man nicht mal mehr vom Klassen­erhalt aus eigener Kraft träumen, denn Mülheim und Dortmund liegen mit 1 bzw. 2 Mannschafts­punkten vor den Schach­freunden und haben ein vergleich­bares bzw. leich­teres Restpro­gramm.

Die aktuelle Kreuz­ta­belle gibt Auskunft über den Ernst der Lage.

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