König Tegel Norddeutscher Serienmeister

von am 5. März 2014 in Blitzmannschaftsmeisterschaften

König Tegel Norddeutscher Serienmeister

Nach einem wenig spekta­ku­lären Turnier­verlauf stand bei der Norddeut­schen Blitz­mann­schafts­meis­ter­schaft ein ebenso wenig spekta­ku­läres Ergebnis fest - der SK König Tegel siegt vor den Schach­freunden Berlin. Damit war die Quali­fi­kation zur nächsten Deutschen Blitz­mann­schafts­meis­ter­schaft genau so sicher, wie die etwas enttäuscht wirkenden Physio­gnomien von Polzin, Thiede, Moreno Tejera und Schneider, und ihr unerfüll­barer Vorsatz, es nächstes Jahr unbedingt besser machen zu wollen. Die Herren Sarbok, Drazen Muse, Stern und Rabiega dagegen werden sich vom Preisgeld einen Taschen­rechner kaufen müssen, um noch halbwegs den Überblick über die Anzahl ihrer Nord-Siege behalten zu können - ich habe diesen längst verloren.

Das Turnier war leider entschieden, bevor es richtig angefangen hatte - in Runde fünf. Das klingt  nach ganz schön früh, wenn noch 22 weitere Runden zu spielen sind, aber wir verloren leider gegen Eppendorf. Auch im Chemie­studium brachten mir Eppendorf-Pipetten schon kein Glück und auch diesmal war es keine Ausnahme. Ich verlor mit Weiß gegen Rüdiger Zart nach gefühlten 25 Zügen und  wenig Gegenwehr und musste anschließend fassungslos mit ansehen, wie an den anderen Brettern wahlweise Endspiel- und Elektro­technik versagten, so dass man sich am Ende auf der falschen Seite eines 2,5:1,5-Vorsprungs wiederfand.

Ein paar unbedeu­tende 4:0 später vollführten wir bei etwas verän­derter Rollen­ver­teilung den gleichen Trick noch einmal, diesmal gegen Hameln. Wieder 1,5:2,5, wie vernagelt! Von der vom Beamer an die Wand gewor­fenen Tabelle strahlte uns ins dieser Phase konstant der sechste Platz entgegen, aber das lag zum Teil auch daran, dass wir früh spielfrei hatten und sich der Auslo­sungs­mogul die spannenden Paarungen der Topteams alle zum Turnie­rende als Dessert vorbe­halten hat. So frästen wir uns also allmählich durch die Oberschwe­ri­nor­der­stedel­men­kreuzberg-Fraktion durch und das mit voller Punkt­aus­beute nicht mal ganz unerfolg­reich.

Irgendwann zwischen­durch war dann auch noch die Überra­schungs­mann­schaft aus Tegel dabei, die wir aus vollem Lauf fast mal so eben mitüber­trampelt hätten, nicht zuletzt weil Drazen Muse durch das falsche akustische Verständnis des Ergeb­nisses am Spitzen­brett die Tegeler Pfründe bereits gesichert sah und auf ein Weiter­spielen gegen Lars verzichtete. Am Ende trennte man sich - Berliner unter Berlinern - also mit 2:2, wobei uns auch die bessere Berliner Wertung nichts mehr gebracht hat. Platz 2 war nun traurige, aber zumindest auch von unten ungefährdete Realität.

Die Endphase des Turniers war daher eher von internen Ränke­spielen geprägt, es wurde erbittert um jeden halben Punkt gekämpft, um nicht diesen Bericht schreiben zu müssen. Leider setzte sich am Ende Rainer mit 22,5 aus 26 möglichen Punkten durch und durfte den Autor bestimmen - ihr seht, was daraus gekommen ist.

Und wer hat häufiger Schachmatt gesetzt?

Rainer Polzin und Drazen Muse: 22,5/26

Ilja Schneider: 22,0/26

Emilio Moreno, Robert Rabiega, Rene Stern, Torsten Sarbok: 21,5/26

Lars Thiede (Fahrer, einen musste es ja treffen): 21,0/26

Macht zusammen jeweils 87 Brett­punkte für beide Teams. Wir fordern Berliner Wertung!

In der Schluss­ta­belle finden sich gleich fünf Berliner Teams unter den Top 8, wenig überra­schend gewannen die Berliner auch alle Brett­preise. Überragend dabei Sergei Kalin­it­schew (SC Kreuzberg) mit 24 aus 26 an Brett 2.

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