Kampfgeist wird nicht belohnt !

von am 16.12.2013 in 3. Mannschaft, SFB3 Saison 2013/14, Teams

Kampfgeist wird nicht belohnt !
Nogly        - Popovics Remis
Hoffmann     - Gyorkos  Remis
Jakobeit     - Berebora 0 : 1
Lachmann     - Schöne   0 : 1 
Kretzschmann - Heuer    Remis
Kunze        - Simon    0 : 1
Skogvall     - Gropp    1 : 0
Hein         - Biemann  0 : 1

Die kurze kleine Reise nach Neuruppin verlief reibun­gungslos, als wir ankamen stand schon alles bereit, Kaffee, Kuchen und die Bretter ! Es hätte also eigentlich ein schöner Schach­sonntag werden können, wären da nicht unsere Gegner gewesen, die an den 4 Brettern mit IM’s und dahinter 2 FM’s aufliefen und damit klarer Favorit waren. Zahlen­mäßig also klar unter­legen musste also Kampf- und Teamgeist her um hier etwas zu bewegen !

Und es fing eigentlich gut an, der erste Rundgang nach etwa einer Stunde zeigte fast überall ausge­gli­chene Partien. Martin war mit Schwarz an Brett 6 in eine unangehme Stellung geraten, die viel Zeit kostete und letzten­endes in eine Niederlage auf Zeit mündete, aber auch die Stellung gab nicht sehr viel mehr her, 0:1 !

Martin bei der Arbeit

Martin bei der Arbeit

 Auch im weiteren Verlauf sah ich durchaus kleinere Chancen auf ein 4:4, aller­dings wendete sich das Blatt nach 3-4 Stunden dann doch recht schnell. Utz hatte es an Brett 4 mit IM Schöne zu tun, der als Weißer ziemlich stark spielte und den Holländer von Utz nach einer Stellungs­öffnung ziemlich zerlegte, so dass am Ende eine Mehrfigur und ein Sieg zum 2:0 stand.

Ein erneu­teter Licht­blick war Martina an Brett 7 die stark spielte und diese klar vorteil­hafte Stellung erreichen nach Ungenau­ig­keiten des Gegners in der Eröffnung :

Skogvall - Gropp nach 23...Sd7

Skogvall - Gropp nach 23...Sd7

Hier sah Martina das sehr hübsche Sh6+! und berechnete klaren weißen Vorteil nach dem erzwungen gxh6 2.Dxh6 De7 3. Lxh7+! DxLh7 4.Dxe6+ +-

Houdini gibt ihr Recht, aller­dings sah sie ihren Vorteil als deutlich genug an und vermied so Kompli­ka­tionen und spielte folglich das einfa­chere 1.Df2. Danach hält sich der Vorteil zwar in Grenzen, aber praktisch scheint es schwierig zu spielen für Schwarz. Zum Schluß fielen einige schwarze Bauer und Martina konnte die Glück­wunsche des Gegners entgegen nehmen, 1:2 !

 

Udo an Brett 2 spielte zum gefühlten 100. mal diese Saison mit Schwarz und zum 99.mal hatte er einen Igel auf dem Brett. Schnell wurde es wieder taktisch und undurch­sichtig, nach dem sich der Rauch­schwaden gelichtet hatten blieb ein remises Endspiel übrig, dass sein Gegner ( auch IM) noch ein wenig weiter spielte aber es tat sich nicht mehr viel, Udo weiterhin ungeschlagen seit ich denken kann, tolle Leistung.

Unbezwingbar: Udo Hoffmann

Unbezwingbar: Udo Hoffmann

Es stand also 1,5 : 2,5 und die laufenden Partien schienen alle noch offen : Christoph an Brett 1 hatte eine Qualität mehr aber einen sehr luftigen König, ich selbst sah meine Stellung als ausge­glichen, Jens hatte ein leicht besseres Turmend­spiel und Lars hatte auch eine Qualität mehr aber dafür hatte der Gegner einen gefähr­lichen Freibauern. Dieser kostete Lars dann  taktisch leider einen ganzen Turm, so dass der Gegner sicher seine Mehrfigure verwertete. Christoph musste in eine Zugwie­der­holung einwillig und so stand es 2:4 gegen uns, nun war es wohl gelaufen. Jens verpasste den Übergang zu einem gewonnen Turmend­spiel und musste dann bald ins Remis einwil­ligen, ich selber verlor in Zeitnot nach langem Kampf unglücklich ein sehr spannendes Endspiel ( Mehr dazu hier ).

Neuzugang Jens Kretzschmann

Neuzugang Jens Kretz­schmann

Somit stand es zum Schluss 2,5: 5,5 was deutlich klarer aussieht als es war. Mit der gleichen Einstellung haben wir durchaus noch Chancen auf den Klassen­erhalt ! Ein Dank noch mal an unsere überaus freund­lichen Gastgeber aus Neuruppin, ein sehr angenehmer ( bis auf das Ergebnis) Auswärts­kampf. Weiter gehts im neuen Jahr, allen Schach­freunden wünsche ich auf diesem Wege frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr

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