Schachfreunde bei CFC Hertha 06 — 9,5 : 4,5

von am 11.11.2013 in 7. Mannschaft, SFB4 Saison 2013/14, SFB7 Saison 2013/14, Teams

Schachfreunde bei CFC Hertha 06 —  9,5 : 4,5
Viswanathan Anand (verkleidet als Schachfreund Anurag Singh Chauhan) und Viktor Kortschnoi trafen aufeinander

Zwei unserer Mannschaften bekamen es gestern  in Nachholspielen mit CFC Hertha 06 zu tun.

Die Vierte:

In der Stadtliga gingen die Schachfreunde an Brett 6 (Theodor Heinze) kampflos mit 1:0 in Führung. Einige unspektakuläre Unentschieden von Daniel  McGowan, Alexander Lawrenz und Hans Jung folgten nicht viel später (2,5:1,5). Auch Wolfram Burckhard willigte trotz eines Mehrspringers in ein Remis ein, da die Aktivität der gegnerischen Türme sehr beeindruckend war (3:2). Zu diesem Zeitpunkt stand die Partie von Thorben Lindhauer (jeder 5 homogen verteilte Bauern plus ein Springer) eigentlich auch auf Remis, so dass ihm der Gegner die Punkteteilung anbot, was Thorben widerstrebte, weil er das Endspiel gerne spielen wollte (und er die anderen Bretter als noch ziemlich ausgeglichen ansah). Demnächst aber hatte Jens Kutschke seinen Gegner endgültig überrannt (4:2), so dass der Mannschaftssieg nicht mehr in Gefahr stand. Die bis zum Schluss offene Schlacht an Brett 2 kippte nun zu Ungunsten von Dusan Jeremic (4:3). Abschließend nutzte Thorben seinen Randmehrbauern und die fehlerhafte Verteidigung seines Gegners, um noch den ganzen Punkt einzufahren (Endstand 5:3).

Theodor Heinze spielte fehlerlos und hatte mehr Freizeit als erwartet

Theodor Heinze spielte fehlerlos und hatte mehr Freizeit als erwartet

Die Bank: Thorben Lindhauer und Jens Kutschke 2:0

Die Bank: Thorben Lindhauer und Jens Kutschke 2:0

Nächsten Sonntag trifft die Vierte auf die etwa DWZ-gleiche Mannschaft des VfB Hermsdorf und versucht die aktuelle Tabellenführung zu verteidigen.

CFC Hertha 06                               SF Berlin 1903 4 3,0:5,0
102    Robert Schreck              –    403    Daniel McGowan         ½:½
103    Wolfgang Stark              –    404    Dusan Jeremic               1:0
104    Jan-Daniel Wierzbicki –    405    Alexander Lawrenz      ½:½
105    Ferenc Toth                    –    406    Wolfram Burckhard    ½:½
107    Jürgen Walz                   –    408    Hans Jung                     ½:½
108    Michael Hirche             –     412    Theodor Heinze              -:+
202    Reinhart Paul               –     413    Jens Kutschke                0:1
204    Robert Radke               –     414    Thorben Lindhauer       0:1

 

 

Die Siebte: Bericht von Markus Hoff

SFB 7 auch nach der 2. Runde Tabellenführer

„Mit einer Woche Verzögerung – Herthas Spiellokal war kurzfristig wegen Volksentscheides belegt worden – traten sechs Spieldurstige der Siebten Mannschaft der Schachfreunde bei Hertha 06 in Charlottenburg an. Von den DWZ-Möglichkeiten der Gegner her hätte uns ein spannender Mannschaftskampf bevorstehen können, doch führten wir schon nach 30 Minuten an den Brettern 2 und 4 mit 2:0, da Miguels und Mariuszs Gegner nicht erschienen. Nachdem deren Enttäuschung ein wenig abgeklungen war, machten sie sich mit einigen Schnellschachpartien besser miteinander bekannt. Anurag setzte an Brett 5 selbiges mit einem Königsgambit in Flammen, doch ging schon frühzeitig so viel Material für einen nicht durchschlagenden Angriff drauf, dass trotz langen, erbitterten Widerstandes… Doch der Reihe nach: Tolga lieferte sich an Brett 6 mit seinem Gegner ein packendes Duell mit Bauernstürmen auf die entgegengesetzt rochierten Könige. Wie schon in der ersten Runde, hatte Tolga dann als erster für uns gewonnen, womit es schon 3:0 stand. Ich hatte ein gewisses Dejavu, da ich an Brett 1 wieder gegen einen älteren Herrn spielte, der partout ein Gambit aufs Brett stellen wollte. Horst Bombach (immerhin noch DWZ 1410) versank nach 1. d4 d5 (Warum spielte er mit e5 nicht gleich Englund?) 2. Sf3 in kurzes Nachdenken, da dadurch wohl Albins Gegengambit nicht mehr möglich war, um nach 2. …h6?! 3. c4 c5?! zu entkorken. Jau, Gambit geschafft! Sollte das jetzt eine Variante von Schara-Hennig ohne e6 werden? Es ging weiter mit 4. cd cd 5. Dxd4 Sf6 6. e4 Lg4?! 7. Lb5+ Sbd7?! und 8. e5 und obwohl ich im 10. Zug nicht das Beste fand, hatte ich doch im 11. Zug eine Figur für einen Bauern und einen Doppelmops mehr. Anschließend tauschte er – warum auch immer – eifrig Figuren statt Bauern ab, um dann das hoffnungslose Bauernendspiel mit Minusläufer nur noch zehn Züge fortzusetzen. Die Aufgabe übermittelte er mir dann höflich auf der Herrentoilette. Mit dem Handschlag warteten wir dann allerdings bis nach dem Händewaschen. Abenteuer Klasse 4! Nach nicht mal zwei Stunden stand es also 4:0 für uns. Der Mannschaftskampf war damit entschieden. Johannes Winkler lieferte sich an Brett 3 ein Duell auf Augenhöhe mit einem ebenfalls freundlichen, älteren Herrn, das wohl mit Remis seinen verdienten Ausgang fand. Leider wurde Anurag für seinen Kampfgeist nicht belohnt, so dass der Endstand von 4,5 : 1,5 aber noch alle Möglichkeiten für den Aufstieg offen lässt. Schon in wenigen Tagen geht es gegen das Schlusslicht weiter.“

Miguel Parada Contzen und Mariusz Kaniecki vergnügten sich mit sich selbst.

Miguel Parada Contzen und Mariusz Kaniecki vergnügten sich mit sich selbst.

 

Das Generationenduell: Am Ende hatte Johannes einen Springer mehr. Sein Gegner war mit dem Remis einverstanden.

Das Generationenduell: Am Ende hatte Johannes einen Springer mehr. Sein Gegner war mit dem Remis einverstanden.

CFC Hertha 06 3                                     SF Berlin 1903 7      1,5:4,5
302    Horst Bohmbach                –        701    Markus Hoff                         0:1
303    Gerhard Gnadl                    –        703    Miguel Parada Contzen      -:+
304    Sretko Simjanovski            –        705    Johannes Winkler             ½:½
305    Michael Huth                      –         707    Mariusz Kaniecki                 -:+
307    Christian Stimmelmayr     –        708    Anurag Singh Chauhan      1:0
308    Simon Fecke                        –        714    Alper Tolga Cirakoglu         0:1

Nächsten Sonntag geht es gegen die 4. Mannschaft des SK Zehlendorf. Die Zehlendorfer spielten bisher ohne Glück und liegen derzeit auf dem letzten Tabellenplatz.

 

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