Erfolgreicher Bundesliga-Auftakt

von am 24. Oktober 2011 in Berichte zur 1. Bundesliga, Nachrichten, Planet Schach, Saison 2011/12, Schachbundesliga

Erfolgreicher Bundesliga-Auftakt

Was soll man dazu sagen? Nach zwei eher knappen Unent­schieden gegen unseren Reise­partner Hamburger SK, dem wir seit dem 10. April 2011 viel zu verdanken haben, und Turm Emsdetten ging es am Sonntag gegen den Serien-Vizemeister aus Bremen. Da sollten wir eigentlich keine Chance haben, aber ... ein Ass hatten wir doch im Ärmel!

Im Restaurant

Levon Aronian, die Nummer 3 der Weltrang­liste, und inzwi­schen Mitglied der Schach­freunde Berlin. Er reiste nach einer anstren­genden Brasilien-Spanien-Tour nach Mülheim an. Einige Berliner Spieler hatten zunächst das Restaurant inspi­ziert, bevor Levon sich dort hinein traute. Schließlich wollten wir den Hanseaten ja keine Infos geben.

Am Sonntag war dann die Überra­schung für Freund und Feind perfekt. Levon Aronian im Dress der Schach­freunde Berlin!

Von links nach rechts: Melkumyan, Abel, Aronian, Thiede, Krämer, Polzin, Schneider, Maksi­menko, Antoniewski - zwei Stars fehlen aber: Martina Skogvall, die sich für das Logo verant­wortlich zeigt, und Wolfram Burck­hardt, Fotograf und Edelfan, der maßgeblich zum Gelingen der Kleidung beige­tragen hat - vielen Dank vom Team an die beiden!

Aronian-Fressinet - links im Hinter­grund: Hrant Melkumyan

Zum sport­lichen Verlauf: An den Brettern 1 und 2 gab es für die Bremer nichts zu holen. Hrant Melkumyan, der an Brett 1 am Wochenende unglaub­liche 19 (!) Stunden zubrachte, zerlegte die Nummer 11 der Weltrang­liste, den Aserbai­dschaner Vugar Gashimov. Der Griff wie gewohnt an, was aber letztlich nur ein schlechtes Endspiel einbrachte. An Brett 2 spielte Fressinet nicht objektiv. Er versuchte am Damen­flügel einen Bauern zu gewinnen, was nicht gelang. Dann ging er zu Aktionen am Königs­flügel über, die auch nicht von Erfolg gekrönt waren. Am Ende blieb eine positio­nelle Ruine über.Krämer und Rafal Antoniewski verwal­teten zuver­lässig die Bretter 3 und 4. Martin hatte am Donnerstag und Freitag noch wichtige Klausuren an der TU Berlin absol­viert, war am Wochenende aber voll bei der Sache. Am Samstag schlit­terte er knapp am Sieg vorbei. Am Sonntag gegen Bremen hatte er leichte Schwie­rig­keiten gegen Tomi Nyback - die Partie endete aber nach sieben Stunden Remis. Rafal Antoniewski, der sich mit 2 aus 3 (alle Partien mit Schwarz!) prächtig einführte, stand zwischen­zeitlich klar besser gegen Jon Ludwig Hammer - Remis.

Andrei Maksi­menko und Ilja Schneider erzielten an fünf und sechs ebenfalls zwei Remisen. Während das Remis von Andrei ereig­nislos war ging es bei Ilja Schneider, Namens­geber und Führender in der „Schneider-Liste“ (Ja, was ist das nur?), wie immer munter zur Sache. Chaotische Eröffnung, endet irgendwie in einem Endspiel und dann wird mächtig gekurbelt. Am Ende hielt er mit einem Springer gegen zwei Läufer Remis - der Gegner fand einfach keinen Gewinnplan.An sieben und acht durften Rainer Polzin und Dennes Abel ran. Oder sollte ich lieber sagen durften trotzdem ran? Berau­schend waren die Leistungen von beiden am Freitag und Samstag nicht gewesen... Am Sonntag gegen Bremen sah es dann besser aus. Abel gewann leicht und locker mit Caro-Kann gegen Almira Skrip­chenko, die - so schien es - gedanklich beim Poker war und sich gründlich in der Eröffnung verzockte. Babula erwischte gegen Polzin ebenfalls einen sehr schlechten Tag. Nach einer anspruchs­losen weißen Eröffnung ruinierte er innerhalb weniger Züge seine Bauern­struktur und landete bereits gegen Zug 20 in einer hoffnungs­losen Stellung.

Ergebniszettel Schachfreunde Bremen

Ergeb­nis­zettel Schach­freunde Bremen

6-2. YES!

4-2 Punkte und Platz 4 in der Tabelle. Ebenfalls unglaublich. Tabelle und Partien gibt es hier: www.schachbundesliga.de   und http://bundesliga.liveschach.net/

Einen beson­deren Dank haben die Schach­freunde Berlin noch auszu­sprechen: An Heinz Schmitz und alle Mitglieder vom SV Mülheim-Nord. Eine tolle Veran­staltung, die Ihr da ausge­richtet habt! Die Spiel­be­digungen waren grandios.

Halle in Mülheim

Halle in Mülheim

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